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Kampffische, mein Hobby - ein Bericht von Markus Sauer
Bilder von Markus Sauer
In diesem Bericht beschreibe ich, warum ich mich seit meiner Jugend besonders für den Betta splendens (Siamesischer Kampffisch) interessiere. Während meine Aquarianerzeit hatte ich schon oft Bettas. Speziell die Zucht verschiedener Fischarten machte ich zu meinem Hobby. Besonders die Kampffische bieten eine Vielzahl an Farb- und Formvarianten. Das reizt den Hobbyzüchter. 2009 hat mich das "Betta Fieber" so richtig gepackt. Bei einem Besuch der Messe "Aquafisch" in Friedrichshafen ersteigerte ich ein Paar Cooper Gold Bettas. Diese Zuchtform ist kein 08/15 Fisch und auch nicht leicht zu bekommen. Weibchen und Männchen paßten gut zusammen, so dass es bald die ersten Jungfische gab. Meine Begeisterung für diese einfach zu haltenden Fische wuchs mit jedem Tag. Die Farbenpracht und das arttypische Kampfverhalten der Männchen ist immer wieder faszinierend. Bei der Nachzucht bemühe ich mich immer wieder gesunde und großflossige Tiere zu verpaaren. Zur Haltung von Kampffischen ist in der Literatur schon viel geschrieben worden. Der Siamesische Kampffisch ist ein guter Anfängerfisch, der ursprünglich aus Asien (Thailand, Vietnam, Kambodscha) stammt. Für den Anfänger ist es wichtig zu wissen, dass mehrere Männchen niemals zusammen gehalten werden dürfen. Ein Zusammentreffen im Aquarium endet meist mit dem Tod eines der Tiere. Der Siamesische Kampffisch lebt in ruhig stehenden Gewässern oder sogar in Pfützen. Bettas brauchen nicht viel Platz. Ein 20-60 Liter Aquarium reicht bereits aus. Pflanzen, insbesondere Schwimmpflanzen sind als Versteckmöglichkeit sehr wichtig, da auch die Weibchen ihre Rückzugsgebiete brauchen. Temperaturen von 25 bis 28 grd C sollte man den Tieren gönnen. Als Futter biete ich meinen Kampffischen Betta-Ganulat, Artemia, rote und weiße Mückenlarven. Manchmal gibt es auch Tümpelfutter.

Momentan züchte ich Siamesische Kampffische der Zuchtform Halfmoon (Halbmond.) Die Kampffische auf den hier gezeigten Bildern sind eigene Nachzuchten und deren zugekaufte Eltern. Für die Nachzucht verwende ich fast ausschließlich die von mir bei Ausstellungen und Championaten erworbenen Prachtexemplare. Bei solchen Ausstellungen und Championaten lernte ich viele Züchter und Betta-Freunde kennen, mit denen ich entsprechende Zuchterfahrungen austauschen konnte. Verwendet man gute Zuchttiere für die eigene Nachzucht, ist die Wahrscheinlichkeit recht hoch, ebenfalls eine hochwertige Nachzucht zu bekommen. Mein Wunsch ist es, selbst einmal mit meinen Kampffischen an einen Championat teilzunehmen.

Bevor man mit der Zucht von Kampffischen beginnt, sollte man sich überlegen, wohin mit den Tieren, die dann unter Umständen in größeren Mengen aufwachsen! Zur Zucht nehme ich ein 25 Liter Aquarium. Da hinein kommen Pflanzen, Moose, ein Mandelbaumblatt und ein biologischer Filter. In das Becken setze ich dann ein Paar. Es ist bereits jetzt interessant zu sehen, wie das Männchen aus Schaum und Pflanzenteilen ein Nest baut. Das Weibchen beobachtet das Ganze Madam kommt ab und zu vorbei und schaut sich das Nest an. Dabei wird es vom Nestbauer umworben. Das geht so eine ganze Weile. Irgendwann ändert sich die Färbung des Weibchens. Mit den so genannten Laichstreifen und ihren nun häufigeren Besuchen am Nest zeigt sie ihre Bereitschaft zur Paarug. Manche Paare passen nicht so recht zusammen, wenn doch, dann kommt es zur Paarung. Dabei umschlingt das Männchen die Dame und presst so die Eier aus. Dieser Vorgang wird mehrmals wiederholt. Die Eier werden aufgesammelt und ins Nest gespuckt. Ab jetzt übernimmt das Männchen die Brutpflege und ich entferne das Weibchen aus dem Becken. Das Männchen spuckt immer wieder Luftblasen ins Nest, um dieses zu stabilisieren. Nach drei Tagen sieht man schon die Larven und ich entferne auch das Männchen aus den Becken.
Von diesem Zeitpunkt an müssen ausreichend Infusorien im Aquarium sein. Diese setze ich in Kulturen an. Eine Woche nach dem Schlüpfen der Jungen werden Artemia-Nauplien gefüttert. Später gibt es dann Mikro-Staubfutter und feines Granulat. Bei der Aufzucht der Jungfische ist es wichtig, regelmäßig kleinere Mengen zu füttern, d.h. drei bis vier mal pro Tag nur siviel Futter, dass es auch gefressen werden kann. Junge Bettas dürfen nicht überfüttert werden, sonst gibt es Probleme. Das Wasser muss häufig gewechselt werden.







