
Krokodilmolche - ein Bericht von Isabel Mertins
Bilder vom Tetra Verlag GmbH und von Isabel Mertins
| Krokodilmolche - Salamander - Familie Schwanzlurche - Gattung Tylototriton | |
| deutscher Name | lateinischer Name |
| Tylototriton verrucosus | Birma oder Südlicher Krokodilmolch |
| Tylototriton shanjing | Orange-Schwarzer Krokodilmolch |
| Tylototriton taliangensis | Rot-Schwarzer Krokodilmolch |
| Tylototriton kweichowensis | Dunkler Krokodilmolch |
| Tylototriton andersoni | Japanischer Krokodilmolch |
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einleitende Informationen und Bilder aus dem Buch vom Tetra Verlag GmbH
Dr. Hans Joachim Herrmann "Wer weiß was über Molche und Salamander"
Die 6 bekannten Krokodilmolcharten, die außer ihren grellen Farben auch giftige Körpersekrete besitzen, stammen hauptsächlich aus dem Südchina, aber auch in den subtropischen Regionen Indiens, Nepals, Burmas, Thailands und Vietnams. Man unterscheidet die Arten an ihrer Körperfarbe. Die zwei Bekanntesten sind wohl der Südliche Krokodilmolch (Tylototriton verrucosus), der am besten im warmen Feuchtterrarium gepflegt wird und der Orange-Schwarzer Krokodilmolch (Tylototriton shanjing), der am häufigsten im Handel angeboten wird.
Die folgenden Bilder vom Tetra Verlag zeigen den Orange-Schwarzen Krokodilmolch (Tylototriton shanjing), den Dunklen Krokodilmolch (Tylototriton kweichowensis) und den Rot-Schwarzen Krokodilmolch (Tylototriton taliangensis).



Diese Molche werden in der Regel bis zu 18cm groß und haben einen massigen Körper und ähneln Miniaturkrokodilen, was der Name schon sagt. Die Geschlechtsunterschiede, die meiner Meinung nach schwer zu deuten sind, kann man erst bei ausgewachsenen Exemplaren erkennen. Die Männchen haben im Gegensatz zu den Weibchen dickere Kloakenlippen und irgendwo hab ich mal gelesen, dass die Weibchen zudem noch einen längeren Schwanz aufweisen können, ob das aber stimmt kann ich leider nicht beurteilen, da ich nur zwei (leider, könnten auch mehr sein) von diesen Tieren (Tylototriton verrucosus) pflege und bei beiden die Kloake gleich "füllig" ist. Jedoch einer einen längeren Schwanz besitzt. Zudem muss ich sagen, dass bei den Tieren die Hautfarbe und -form sehr variieren. Es gibt recht "körnige" und eher "zarte" Haut. Ob dies auch ein Geschlechtsunterschied sein kann?
Während des Sommers leben die Tiere an Land und ernähren sich dort von Regenwürmern, Insektenlarven und anderen Kleintieren (Raupen, usw.). Sie fressen sehr langsam und deswegen kommen die "schnelleren" Insekten, wie Fliegen und Heuschrecken häufig nicht in Frage.
Die folgenden Bilder von Isabel Mertins zeigen den Südlicher Krokodilmolch (Tylototriton verrucosus).


Ab Oktober, wenn die kühlere Jahreszeit beginnt und die Fortpflanzungsperiode eingeleitet wird, suchen diese Tiere Weiher und langsam fließende Gewässer für den späteren Laichvorgang auf. Dort verbringen sie dann einige Wochen mit Paarung und Eiablage. Das Männchen verfügt über eine wahre Begabung beim Paarungstanz. Es tänzelt und wedelt mit dem Schwanz, bis er schließlich seine Partnerin mit den Vorderextremitäten umklammert und währenddessen seine Spermatophoren abgibt. Durch die Körper- und Schwanzbewegungen dirigiert er die Kloakenposition des Weibchens und seine produzierten Spermatophoren bis zur erfolgreichen Aufnahme in die Kloake des Weibchens.
Um die Paarung, der in Feuchtterrarien gehaltenen gut genährten Molche auszulösen, empfiehlt sich ab Februar eine 4-8 Wochen lang anhaltende kühle, relativ trockene Haltung bei Temperaturen von ca. 10°C-15°C, am besten im Keller. Der Behälter sollte verschiedene Moose enthalten, aber keinen Wasserteil. Nach der Pause werden die Molche in ein entsprechendes Aquarium mit einem Wasserstand von mindestens 30cm und einem kleinen Landteil, dieses sie leicht erreichen sollten, gesetzt. Die Temperatur des Wassers sollte dann Zimmertemperatur und höher (bis 30°C) haben. Natürlich müssen die Tiere ihre Geschlechtsreife schon erreicht haben.
Ist die Paarung erfolgt, legt das Weibchen bis zu 200 Eier in kleinen Reihen an Blätter oder Holzteile ab. Je nach Wassertemperatur schlüpfen die Larven in ca. 15 bis 30 Tagen. Die Entwicklung dauert länger als bei den meisten anderen Wassermolchen. Die Nahrung besteht jetzt aus Cyclops, Larven von Stubenfliegen, Regenwurmstücke und frisch geschlüpften Artemia. Erst mit 4 - 12 Monaten gehen die ersten kleinen Krokodilmolche
an Land, dieses sie schnell erreichen müssen, da sie sonst ertrinken können. Die Jungtiere färben sich in dieser Zeit bereits um, so dass bei der Metamorphose bereits die Landfärbung vorliegt. Diese Zeit ist besonders kritisch, da bei der Nahrungsaufnahme die ersten Probleme auftreten und zu erheblichen Verlusten führen kann. Mit ein bisschen Geschick und Ausdauer wird man die Kleinen aber zum Essen überreden können. Je nach Größe der Molche werden aufgetaute Rote Mückenlarven und anderes kleineres Fischfutter gegeben.
Das sind meine Krokodilmolche (Tylototriton verrucosus)
Anfang des Jahres 2004 kaufte ich, nachdem ich schon einige Zeit mit 4 Feuerbauchmolchen (Cynops orientalis) zusammen lebe und viel Freude habe, zwei doch schon etwas größere Exemplare der Tiere. Sie waren sehr viel zutraulicher und waren ab sofort meine Lieblinge.
Sie zogen zusammen mit den Feuerbauchmolchen in ein mit Moos, Wurzeln und allerlei Pflanzen dekoriertes Terrarium mit den Maßen 80cm X 40cm x 50cm. Der Wasserstand darin beträgt ca. 13cm. Das Besprühen der Pflanzen erfolgt alle 2 Tage, hauptsächlich gegen Abend. Die Tiere mögen es aber nicht direkt besprüht zu werden, wie etwa bei einem Regenfall.
Die Fütterung besteht hauptsächlich aus Regenwürmern, ab und zu auch aus Heimchen und Stubenfliegen, und wird nach Bedarf gereicht. Dazu werden die Molche einzeln aus dem Terrarium genommen und per Hand gefüttert um die Nahrungsaufnahme genau kontrollieren zu können.
Meine Krokodilmolche sind sehr neugierig und sitzen nicht selten genau an der Frontscheibe und beobachten das Geschehen bei uns in der Küche.









